An der Börse pflegen die Kurse an den ersten Januartagen sehr häufig zu steigen, denn der Jahresauftakt ist traditionell eine Zeit, in der die Anleger sehr optimistisch sind und zuversichtlich agieren. Gleichzeitig fließt viel Geld in die Märkte. Beides zusammen führt dazu, dass die Kurse an den ersten Januartagen in vielen Jahren steigen.     

So auch in diesem Jahr. Ein Profiteur dieser Entwicklung war die Apple-Aktie. Apple ist schon seit längerer Zeit das Unternehmen mit der höchsten Marktbewertung. Sie ist durch die Kursgewinne der vergangenen Tage nochmals deutlich angestiegen und hat inzwischen sogar die Schallmauer von drei Billionen US-Dollar überschritten.

Ein Börsenwert von 3.000 Milliarden US-Dollar ist auch für die hochgezüchteten US-Börsen kein Pappenstiel. Apple ist als einzelnes Unternehmen damit genau so viel wert wie alle in Großbritannien in einem Jahr produzierten Waren und Dienstleistungen. Entsprechend groß war auch die Beachtung, die Apples jüngster Kursanstieg in den Medien und bei den übrigen Anlegern fand.

Das Rad dreht sich immer schneller
Dass Apple ein Unternehmen mit guten Produkten und auch einem hervorragenden Management ist, soll an dieser Stelle gar nicht bezweifelt werden. Der gigantische Börsenwert hingegen wirft aber dennoch Fragen auf. Sie rühren daher, dass es schon seit einiger Zeit immer nur sehr wenige besonders große Firmen sind, welche die US-Börsenindizes auf immer neue Rekordstände katapultieren.

Apple ist eine von ihnen. Stolze 38 Jahre brauchte das Unternehmen, um an der Börse mit einer Billion US-Dollar bewertet zu werden. Zwei Jahre später hatte sich der Börsenwert bereits auf zwei Billionen US-Dollar verdoppelt. Um auch die dritte Billion zu erreichen, waren nur noch vierzehn Monate nötig.

Ist es realistisch, dass sich ein zugegebenermaßen gutes Unternehmen in so kurzer Zeit so gut entwickelt? Es ist zumindest ausgesprochen schwierig. Dass der Apple-Kurs dennoch beständig steigt und mehr an eine Mondrakete als an eine normale Aktie eines Großunternehmens erinnert, liegt am US-Finanzkonzern MSCI.

Eine gefährliche Konstruktion für jeden Anleger, der sich darauf einlässt
Er hat verschiedene Indizes aufgelegt. Sie betreffen Länder wie Branchen und bilden die Grundlage, an der sich zahlreiche Index- und Aktienfonds orientieren. Wer in diesen Indizes dominiert, wird gekauft, denn immer mehr Anleger wählen nicht mehr aktiv ihre Favoriten selber aus, sondern folgen einfach passiv einem vorgegebenen Index.

MSCI hat seine Indizes so konstruiert, dass US-Wertpapiere massiv dominieren. Ein Beispiel ist der beliebte MSCI-World-Index. Er beinhaltet rund 1.500 Aktien und gibt vor, das globale Aktienuniversum zu repräsentieren. Tatsächlich dominieren jedoch die US-Konzerne. Auf sie werden 65 Prozent der Anlagegelder verteilt.

Ganze 16 Prozent entfallen auf die US-Technologiekonzerne Meta (Facebook) Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet (Google) und Tesla. Kommt jeden Monat durch die vielen Sparpläne wieder frisches Geld herein, wird dieses sofort in die großen US-Konzerne investiert.

Kein Wunder, dass ihr Börsenwert schneller steigt als ihre Geschäftsgewinne. Für die investierten Anleger ist dies im ersten Moment erfreulich. Es sollte allerdings niemand vergessen, dass das Spiel genauso schnell in die andere Richtung läuft, sobald die Anleger beginnen, im großen Stil ihr Geld aus den passiven Fonds abzuziehen.

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