Kupfer ist eines der entscheidenden Metalle für die Zukunft soll der geplante Umstieg auf die Elektromobilität in den kommenden Jahren gelingen. Denn es ist egal, ob die elektrische Energie der Fahrzeuge von morgen über einen Wasserstoffantrieb oder durch eine Lithium-Ionen-Batterie zur Verfügung gestellt werden wird. Für den anschließenden Transport des Stroms zum Motor, im Motor selbst und in vielen anderen Anwendungen ist Kupfer unverzichtbar.      

Wird eine Batterie als Antriebsquelle in den Fahrzeugen verbaut, führt um das Lithium derzeit kein Weg herum. Nicht umsonst gilt es vielen Rohstoffanlegern schon seit längerer Zeit als das weiße Gold. Klar ist heute bereits, dass in Zukunft sehr viel mehr Kupfer und Lithium benötigt werden wird. Die Frage danach, wo der erhöhte Bedarf gedeckt werden kann, treibt deshalb viele Unternehmen bereits heute um.

Ein führender Produzent für beide Rohstoffe ist Chile. Der Andenstaat verfügt weltweit nicht nur über die größten Kupferminen, sondern spielt auch beim Lithium eine Schlüsselrolle. Beide Entwicklungen sind nicht neu, sodass im Land der Rohstoffsektor immer schon eine besondere Rolle inne hatte. Auch derzeit sind die Augen der Welt wieder mit großer Spannung, aber auch mit wachsender Sorge auf Chile gerichtet, denn die politische Ausrichtung des Landes hat im letzten Jahr eine gefährliche Wendung genommen.

Das nächste sozialistische Abenteuer, das scheitern wird
Die jüngere Geschichte Südamerikas ist reich an Beispielen dafür, wie man ein Land mit sozialistischen Träumen an den Rand des Abgrunds und darüber hinaus führen kann. Das Grundrezept für eine solche Entwicklung ist relativ einfach: Man nehme die wichtigste Industrie des Landes und erkläre ihr – aus welchen Gründen auch immer - den Krieg.

Schillernde Leitfigur dieser Vorgehensweise war der verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chávez. Er hat es zusammen mit seinem Nachfolger Nicolas Maduro geschafft, das Land mit den weltweit größten Ölreserven in den Zustand explodierender Inflation und bitterer Armut zu führen.

Öl wird in Venezuela heute kaum noch gefördert. Das einst so wohlhabende Land kann es sich heute nicht einmal mehr leisten, die benötigten Ersatzteile für seine Ölinfrastruktur im Ausland zu bestellen. Unter diesen Umständen kann man den Ölhahn so weit aufdrehen, wie man will. Es kommt dennoch kaum noch etwas heraus.

Andere Länder gleiche Fehler
Ein Einzelfall auf dem sozialistischen Weg in die neue Armut war Hugo Chávez in Venezuela nicht. Rafael Correa, von 2007 bis 2017 Präsident des ebenfalls sehr rohstoffreichen Ecuadors, machte den gleichen Fehler. Auch er krempelte den Bergbau in seinem Land nach sozialistischen Kriterien grundlegend um.

Erteilte Konzessionen wurden infrage gestellt und vorliegende Genehmigungen widerrufen. Die Konsequenz waren zehn verlorene Jahre für die Branche, ihre zahlreichen Beschäftigten und das gesamte Land. Nach und nach zogen sich die großen Bergbaukonzerne vollständig aus Ecuador zurück.

Erst jetzt kommt so langsam wieder etwas Bewegung in die Branche. Kleinere Projekte wie das Fruta-del-Norte-Goldprojekt, einst von Kinross Gold von Aurelian Resources zu einem Preis von fast einer Milliarde US-Dollar übernommen und 2014 für bescheidene 240 Millionen US-Dollar an Lundin Gold weiterverkauft, müssen nun beweisen, dass Bergbau in Ecuador wieder möglich ist.

Ein neues Experiment ruft
Während sich der Sozialismus in Venezuela noch an seine Macht klammert und sich Ecuador auf den schwierigen Weg zurück gemacht hat, droht gerade in Chile ein neues sozialistisches Experiment gestartet zu werden, denn auch hier hat mit dem 35-jährigen Sozialisten, Gabriel Boric, ein Mann das Präsidentenamt übernommen, der dem Bergbau seines Landes alles andere als freundlich gesonnen ist.

Zunächst wird sich der Präsident mit einem gespaltenen Kongress auseinandersetzen müssen. Das könnte dazu führen, dass nicht jeder seiner hochfliegenden Pläne die Chance hat, vollständig umgesetzt zu werden. Doch allein die hohe Unsicherheit kann ausreichen, die ausländischen Investoren nachhaltig zu vertreiben. Auch dann geht am Ende nichts mehr, weil niemand mehr gewillt ist, Geld in die Hand zu nehmen, um politisch gefährdete Bergbauprojekte zu finanzieren.

Der Welt kann dies keineswegs egal sein, denn sollten wichtige Bergbauprojekte in Chile nicht mehr oder nur noch deutlich verspätet in Produktion gehen, erhöht sich der ohnehin vorhandene Druck auf die Versorgungslage bei Kupfer und Lithium noch weiter. Welchen massiven Einfluss eine anhaltende Knappheit auf die Preise haben kann, war im vergangenen Jahr nicht nur bei den Halbleitern, sondern auch bei den Energierohstoffen Öl und Gas sehr gut zu beobachten.

Rohstoffanleger sollten deshalb die weitere politische Entwicklung in Chile genau im Blick behalten und nach Alternativen zum Kupferbergbau im Andenstaat Ausschau halten. Denn eines dürfte klar sein: Je stärker die Unsicherheit in Chile wächst und je mehr sich Bergbauprojekte dort verzögern, umso attraktiver werden andere Projekte, die politisch stabilen Ländern und Regionen erschlossen werden. Das Carmacks-Kupfer-Gold-Silber-Projekt von Granite Creek Copper könnte eines von ihnen sein.


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